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Frühstück mit der roten Katze

Eine kurze Geschichte zum täglichen Tagesbeginn von Cynthia Coray

Gestern waren wir auf der Herbstmesse in Basel. Mit leerem Bauch und offenen Augen stolperten wir auf dem Petersplatz in die verschiedenen Gänge. Nach ein paar Minuten wurde mir bewusst, dass Jeanine hier einen Stand hatte und ich ihn finden wollte, drei Meter weiter war es soweit.

Mein siebenjähriger Sohn wurde erst vom Filzzwergenstand direkt nebendran angezogen…verschiedenste «Jööööhs» gingen über seine Lippen. Nach einer herzlichen Begrüssung zwischen Jeanine und mir zog es meinen Sohn zu den Katzen, die Augen wurden grösser und die «Jöööööhs» verstummten. Nach einer Weile schaute er mich an und sagte: « Mama, darf ich bitte so eine haben?» Jeanines grosszügiges Herz machte es möglich, dass er nach zwei zielgerichteten Minuten die Rote in den Händen hielt. Sogleich schmiegte er sein Gesicht daran und sagte, die darf bei mir sein.

Zuhause angekommen hatte sie bereits einen Namen, Rilla! Seither darf sie in seinem Bett schlafen, sie sitzt beim Frühstückstisch mit Schälchen und auf dem Kaninchenfell dabei, sie ist im Korb, wenn er Velo fährt, sie kommt mit zum Augenarzt und ist Türöffner in der Begegnung mit anderen Menschen. Danke Rilla!

©Cynthia Coray, Mutter und Schauspielerin, Tecknau

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